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INITIATIVES OF CHANGE - INITIATIVEN DER VERÄNDERUNG

"Initiativen der Veränderung" ist eine internationale Bewegung, die in 60 Ländern tätig und in 39 Ländern offiziell eingetragen ist. Jede nationale Organisation ist für sich unabhängig, kann aber dem internationalen Dachverband „International Association of Initiatives of Change“, der im Jahr 2002 gegründet wurde, beitreten.

Auf internationaler Ebene wird die Arbeit von IofC durch einen Internationalen Rat und mit Hilfe jährlicher globaler Konsultationen, an denen Vertreter aus der ganzen Welt teilnehmen, koordiniert.

OXFORD GROUP UND MORALISCHE AUFRÜSTUNG

Diese Struktur hat sich seit den Anfängen von IofC – damals noch bekannt als „The Oxford Group“ (Oxford-Gruppe) und später als die „Moralische Aufrüstung“ (MRA) – in nunmehr 70 Jahren schrittweise herausgebildet.

Die Bewegung schöpfte ihre Energie stets aus geistig-religiöser Inspiration und der persönlichen Veränderung, die als Motivationskräfte für ihre Mitglieder wirken. IofC ist eigentlich eher eine Lebensart als eine Mitgliederorganisation, und die formalen Strukturen wurden stets auf ein absolutes Mindestmaß beschränkt.

DIE ANFÄNGE

In den Anfängen gab es nur wenige Überlegungen oder Absichten zur Gründung einer Organisation. Wer mit Frank Buchman und seinen Weggefährten in Kontakt kam, wurde in der Regel ermuntert, ein lokales „Team“ zu begründen. Diese Teams trafen sich regelmäßig, um sich gegenseitig in der neuen Lebensweise, auf die sie sich eingelassen hatten, zu unterstützen. Häufig wurden Sie von einem oder mehreren Full-time-Workern unterstützt, die sich zum freiwilligen Engagement für diese Arbeit berufen fühlten und in der Regel von Mitgliedern des lokalen Teams untergebracht und finanziell unterstützt wurden. Diese Tradition des Engagements von unbezahlten Full-time-Workern lebt auch heute noch in vielen Ländern fort.

Als der 2. Weltkrieg heraufdämmerte, traten strategische Aktivitäten, mit denen sowohl Einzelpersonen erreicht als auch der Lauf der Dinge beeinflusst werden sollte, mehr und mehr in den Mittelpunkt. In den späten 30-er Jahren fanden in Europa und Amerika zahlreiche Massenveranstaltungen statt. Während und nach dem Krieg warben reisende Aktionsgruppen – häufig mit Bühnenproduktionen – für die Sache. Es wurden ständige Zentren für Konferenzen und andere Zwecke eingerichtet.

Diese Entwicklungen waren nach wie vor auf freiwillige Anstrengungen in einem unstrukturierten Netzwerk angewiesen, erforderten jedoch ebenfalls einen Grad an Organisiertheit, personeller Unterstützung und Finanzkraft, der in den ersten Tagen so noch nicht vorherzusehen war. Es wurden enorme Geldbeträge aufgebracht – fast vollständig aus persönlichen Spenden und oft mittels großer Opfer auf Seiten der Spender.

VORKRIEGSZEIT UND DER 2. WELTKRIEG

Ab 1939 traten mehrere nationale Organisationen formal der MRA bei, und zwar gewöhnlich als Ad-hoc-Reaktion auf die Umstände – geleitet zum Beispiel durch das Bedürfnis nach einer Rechtspersönlichkeit, die Eigentum besitzen konnte. Im Einklang mit lokalen Gesetzen und Traditionen entstand eine ganze Reihe von unabhängigen nationalen Organisationen. Sie waren für die Arbeit der MRA in ihrem eigenen Land zuständig, verfügten jedoch nicht über eine formelle Koordination und hatten auch international keine Verantwortung. Diese nationalen Organisationen tragen auch heute noch die letzte rechtliche und finanzielle Verantwortung für alles, was im Namen von IofC in ihren Ländern unternommen wird.

NACH DEM 2. WELTKRIEG

In einem weltumspannenden Netzwerk, das durch die Verpflichtung gegenüber dem göttlichen Willen und starke Freundschaften gekennzeichnet war, funktionierte dies gut und mit einem Minimum an organisatorischen Strukturen – und in den 40-er und 50-er Jahren erlebte die MRA in vielen Teilen der Welt einen bedeutenden Aufschwung.

Nach dem Tod von Frank Buchman und Peter Howard in den 60-er Jahren führte jedoch das unvermittelte Fehlen einer weltweit allgemein anerkannten Führungspersönlichkeit als Anhaltspunkt im Entscheidungsfindungs- und Gestaltungsprozess zu einem schmerzlichen Bruch zwischen mehreren nationalen Organisationen, von denen einige ihre Energie fortan auf ein Jugendprogramm mit Sitz in den USA, das sich später zu „Up With People“ entwickeln sollte, verwandten.

Nach einer Zeit der Anpassungen und der Restrukturierung begannen die Führungspersonen von IofC einer ganzen Reihe von Ländern, ein System der globalen Konsultationen zu entwickeln, deren erste 1980 in Nemi in Italien stattfand.

HEUTE: GLOBAL CONSULTATIONS

Diese Konsultationen dauern eine Woche lang und sind informell mit der Herausarbeitung wichtiger Themen für die weltweite Arbeit von IofC und der Empfehlung von Aktionen betraut. Einer Konsultation wohnen in der Regel 35 Teilnehmer aus der ganzen Welt bei. Ihre Auswahl beruht teilweise auf der Ernennung durch nationale oder regionale Organisationen und teilweise auf der persönlichen Überzeugung von Personen, die Verantwortung übernehmen wollen.

Durch den Konsultationsprozess wurde ein internationaler Rat aus 7-9 Personen eingerichtet, der bei der Festlegung von Prioritäten für das weltweite Wirken und die Lösung von Problemen eine führende Rolle spielt. Seine Mitglieder gehören ihm 3-5 Jahre lang an. Dieser internationale Rat (bekannt als „IofC Council“) verfügt über keine weitergehende Macht als seine eigene moralische Autorität und spielt eine wichtige Rolle bei der Festlegung der globalen Tagesordnung von IofC.